Die deutsche Justiz digitalisiert sich weiter, wobei der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zunimmt. Während Bedenken hinsichtlich KI-generierter Schriftsätze bestehen, liegen der Bundesregierung keine Beweise für eine signifikante Zunahme vor. Zahlreiche Länderprojekte wie "Aleks", "Jano" und "Maki" erproben und implementieren KI zur Entlastung und Prozessoptimierung, insbesondere bei der Anonymisierung von Urteilen und der Auswertung von Daten, wobei erste Erfahrungen positiv ausfallen. Risiken wie Verzerrungen und mangelnde Nachvollziehbarkeit werden durch die EU-KI-Verordnung und eine gemeinsame Justiz-KI-Strategie von Bund und Ländern adressiert, die strenge regulatorische Leitplanken und menschliche Aufsicht vorschreibt. Die finale richterliche Entscheidung bleibt zwingend menschlich, unterstützt durch gezielte Aus- und Fortbildung des Justizpersonals, finanziert bis Ende 2026 und darüber hinaus durch den Pakt für den Rechtsstaat.