Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat entschieden, den seit Mai geltenden Tankrabatt wie geplant zum 30. Juni auslaufen zu lassen. Die Maßnahme, welche die Besteuerung von Benzin und Diesel um insgesamt 16,7 Cent pro Liter senkte, kostete den Staat schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro. Sepp Müller und Armand Zorn begründeten diesen Schritt damit, dass die Aufnahme weiterer Schulden in der aktuellen finanziellen Lage nicht sinnvoll sei. Gleichzeitig warnt die Regierung die Mineralölkonzerne vor übermäßigen Preissteigerungen ab Juli. Sollte es zu einer dramatischen Preisexplosion kommen, behält sich die Koalition schnelle Reaktionen vor, inklusive möglicher Sondersitzungen des Bundestages. Als alternative Entlastungen stehen Optionen wie eine höhere Pendlerpauschale, ein Spritpreisdeckel oder eine Übergewinnsteuer im Raum, während zudem eine Verschärfung des Kartellrechts angekündigt wurde.