Die schwarz-rote Koalition plant, den deutschen Arbeitsmarkt durch die Ausweitung von sachgrundlosen Befristungen und eine Lockerung des Kündigungsschutzes flexibler zu gestalten. Zukünftig sollen Einstellungen bis Ende 2030 für bis zu 48 Monate befristet und sechsmal verlängerbar sein, eine deutliche Erhöhung der bisherigen 24 Monate und dreifachen Verlängerungen. Hochverdienern soll leichter gekündigt werden können, und Abfindungszahlungen sollen steuerlich attraktiver gestaltet werden, wenn schnell eine neue Anstellung gefunden wird. Während Arbeitgeberverbände dies als überfälligen Schritt begrüßen, kritisieren Gewerkschaften und einige Wirtschaftsexperten die Pläne als Angriff auf Arbeitnehmerrechte und warnen vor mangelnder Gerechtigkeit und Effektivität für das Wirtschaftswachstum.