Eine Analyse der Stiftung Sucht Schweiz zeigt eine Zunahme des Kokainkonsums in der Schweiz, wobei Männer und junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren am häufigsten betroffen sind. Kokain ist nach Cannabis die zweithäufigste illegale Droge im Land. Während die Schweizerische Gesundheitsbefragung von 2022 einen Konsum von etwa einem Prozent der Bevölkerung angab, deuten neue Daten, einschliesslich Abwasseranalysen, auf ein deutlich höheres Ausmass hin. Der Konsum hat sich in weiten Teilen der Gesellschaft verbreitet, auch unter sozial integrierten, gut ausgebildeten und erwerbstätigen Personen. Bemerkenswert ist der teilweise funktionale Einsatz von Kokain zur Leistungssteigerung, Wachheit oder Selbstsicherheit in Branchen wie Gastronomie, Baugewerbe sowie Kunst und Unterhaltung, begünstigt durch hohen Leistungsdruck und unregelmässige Arbeitszeiten.