Die päpstliche Enzyklika "Magnifica Humanitas" von Leo XIV. reagiert auf die heutige technische Revolution, indem sie die Kontrolle über Algorithmen und Plattformen thematisiert, die gesellschaftliche Realitäten prägen. Der Papst kritisiert ein "technokratisches Paradigma", das Berechenbarkeit mit Wahrheit und Effizienz mit Vernunft verwechselt, und sieht eine Gefahr in der Machtkonzentration privater Technologiekonzerne, die das Versprechen des Silicon Valley, Krankheit und Tod abzuschaffen, wie ein Erlösungsversprechen nutzt. Politisch zielt die Enzyklika darauf ab, den Vatikan als globale Gewissensinstanz neu zu positionieren, indem sie für Menschenwürde und gegen digitale Kontrolle eintritt. Dies ermöglicht strategische Zweckbündnisse über kirchliche Kreise hinaus, beispielsweise mit Gewerkschaftern und Datenschutzaktivisten, die ebenfalls die Gestaltung der Zukunft durch wenige Konzerne kritisieren.