Kommentar zu Nahost-RückholflügenDer Staat ist keine Vollkasko für freiwillige Risiko-Reisen 04.03.2026

Der Kommentar kritisiert die Erwartung, dass die Bundesregierung Bürger sofort aus potenziellen Krisenregionen ausfliegen müsse, insbesondere wenn diese trotz expliziter Reisewarnungen dorthin gereist sind. Der Autor argumentiert, dass Evakuierungen keine Serviceleistung für freiwillig eingegangene Risiken seien, sondern sicherheitspolitische Ausnahmeoperationen, die Millionen kosten und Kapazitäten binden. Er betont, dass der Staat eine Schutzpflicht habe, aber keine Vollkaskoversicherung für private Urlaubsentscheidungen sei. Das Verhalten, Risiko einzugehen, aber die Konsequenzen auf den Staat abzuwälzen, wird als "Moral Hazard" bezeichnet und mit Beispielen wie Hochwasserkatastrophen und der COVID-19-Pandemie verglichen. Der Steuerzahler solle nicht für den Risiko-Urlaub anderer aufkommen müssen, und es sei notwendig, klare Regeln für die Zukunft festzulegen, um falsche Anreize zu vermeiden.














