Nach den französischen Kommunalwahlen richten die Parteien ihren Blick auf die Präsidentschaftswahl 2027, da Präsident Emmanuel Macron nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten kann. Obwohl die Ergebnisse primär lokale Themen widerspiegeln, werden sie als Indikator für die nationale Stimmung und als Ausgangspunkt für interne Machtkämpfe gesehen. Die Sozialisten konnten ihre Bürgermeisterämter in Paris und Marseille verteidigen und gehen gestärkt hervor. Das Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen verzeichnete zwar Zugewinne, verpasste aber Siege in mehreren Großstädten. Die Linke und das Mitte-Rechts-Lager sind noch unorganisiert, wobei sich potenzielle Kandidaten wie Édouard Philippe positionieren. Die Debatten über Bündnisse und Kandidaturen dürften nun an Fahrt gewinnen.