Ökonom warntMit der Spritpreisbremse reguliert die Regierung am Problem vorbei 17.03.2026

Der Philosoph und Wirtschaftsberater Dr. Frederik Hümmeke kritisiert die geplante Spritpreisbremse der Bundesregierung scharf. Er argumentiert, dass die Regelung, Tankstellen nur noch einmal täglich Preisänderungen vorzunehmen, das eigentliche Problem – den hohen Ölpreis – nicht löst, sondern lediglich ein Symptom bekämpft. Stattdessen könnte die Maßnahme ökonomisch kontraproduktiv sein, da Tankstellen aus Unsicherheit morgens vorsorglich höhere Preise festlegen könnten, was Pendler benachteiligt. Hümmeke verweist auf das österreichische Modell, das keine Preissenkung bewirkt habe, und ein effektiveres Modell in Westaustralien. Er erklärt das Vorgehen der Politik mit dem Luhmannschen System der Machtselektion, bei dem Handlungsfähigkeit und Zustimmung wichtiger seien als tatsächliche Wirksamkeit. Zudem lenke die Regierung von der Tatsache ab, dass Steuern und Abgaben einen erheblichen Anteil am Benzinpreis ausmachen.















