Kopftuchverbot in Genf: Stimmvolk verbietet Parlamentariern religiöse Symbole 15.06.2026

Die Genfer Stimmbevölkerung hat am Sonntag mit 51,4 Prozent eine knappe Mehrheit für ein Verbot des Tragens von auffälligen religiösen Symbolen wie Kopftuch, Kreuz oder Kippa durch Parlamentarier im Grossen Rat und in den Gemeindeparlamenten ausgesprochen. Dieses Verbot, das im kantonalen Gesetz von 2019 über die Trennung von Religion und Staat verankert ist, soll die religiöse Neutralität von Mandatsträgern gewährleisten, ähnlich wie sie bereits für Mitglieder des Staatsrats, Richter und den Rechnungshof gilt. Während Befürworter wie SVP und FDP dies mit Säkularität begründen, sehen Gegner wie der Staatsrat und linke Parteien darin einen Eingriff in Grundfreiheiten. Die Verfassungskammer des Kantons wird sich erneut mit dem Thema befassen, nachdem bereits 2019 Parlamentarier von einem ähnlichen Verbot ausgenommen wurden.














