Kosovo-Tribunal: War Hashim Thaçi ein Held oder ein Mörder? 10.04.2026

Der ehemalige Präsident des Kosovo, Hashim Thaçi, steht vor einem Sondertribunal in Den Haag wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Entführungen, Folter, grausamer Behandlung von Gefangenen und Mord in 102 Fällen. Die Anklage bezieht sich auf Taten, die zwischen März 1998 und September 1999 von Mitgliedern der Befreiungsarmee Kosovo (UÇK) begangen worden sein sollen, deren Sprecher Thaçi war. Thaçi, der 1999 ein wichtiger Partner der NATO bei der Bombardierung Serbiens war, bestreitet die Vorwürfe und verweist auf die Notwendigkeit des Widerstands gegen die serbische Aggression unter Slobodan Milošević. Er argumentiert, dass die Anklage auf von Serbien fabrizierten Beweisen beruhe und zieht Parallelen zur aktuellen Situation in der Ukraine. Seine Verteidigung behauptet, dass es keine klare Befehlskette in der UÇK gab und Thaçi daher nicht für einzelne Verbrechen verantwortlich gemacht werden könne.














