Krieg im Nahen Osten Netanjahus Kurs führt zu Kritik und Enttäuschung 08.04.2026

Die nächtliche Annahme einer zweiwöchigen Waffenruhe im Nahen Osten hat in Israel zu Enttäuschung und scharfer Kritik an Premierminister Benjamin Netanjahu geführt. Oppositionsführer Yair Lapid wirft Netanjahu vor, keines der selbst gesteckten Kriegsziele erreicht zu haben und politisch sowie strategisch versagt zu haben. Netanjahu erklärte, die USA hätten zugesichert, bei den Verhandlungen die Ziele zu verfolgen, dass Iran keine nukleare, raketenbezogene und terroristische Bedrohung mehr darstelle. Diese Formulierung wird von der Opposition als Beleg für das Scheitern gewertet. Die Waffenruhe gilt laut Netanjahu nicht für den Libanon, was im Widerspruch zur Ankündigung des pakistanischen Vermittlers steht, die Waffenruhe gelte überall. Die israelischen Streitkräfte setzen ihre Operationen gegen die Hisbollah im Libanon fort, was bei Anwohnern im Norden Israels auf Sorge stößt, dass der "Job" nicht beendet werde. In Tel Aviv äußerten einige Bürger die Ansicht, Israel sei in seinen Entscheidungen nicht mehr unabhängig und eine "Marionette der Vereinigten Staaten".














