Kriegsfall: Deutschland hat eine besondere Rolle – medizinische Versorgung 19.06.2026

Im Falle eines russischen Angriffs auf die NATO würde Deutschland eine zentrale Rolle bei der medizinischen Versorgung von bis zu 35.000 verwundeten Soldaten pro Monat spielen, was eine erhebliche Belastung für das Gesundheitssystem darstellt. Um diese Herausforderung zu bewältigen, hat die Gesundheitsministerkonferenz Beschlüsse zur Erarbeitung von Vorbereitungskonzepten für Medikamentenversorgung, Patientenverlegung und Personalsicherung gefasst. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einem Gesundheitssicherstellungsgesetz, das einheitliche Daten und standardisierte Meldewege schaffen soll, was aufgrund der föderalen Struktur Deutschlands schwierig ist. Es gibt Engpässe bei stationären Behandlungskapazitäten, obwohl gemeinsame Übungen mit zivilen Organisationen wie dem DRK stattfinden. Die Sicherstellung der ambulanten Versorgung, die Resilienz von Vertragsarztpraxen sowie der Schutz vor hybriden Bedrohungen wie Cyberangriffen sind ebenfalls kritische Aspekte der Vorbereitung.














