Kriminalpsychologe Christian L. Bliesener erläutert die Motive hinter hinterhältigen Angriffen wie dem Stoß von einer Treppe, die die Öffentlichkeit schockieren, zuletzt mit einem zwölfjährigen Täter in Berlin. Solche Gewalttaten stehen oft im Zusammenhang mit extremen Ausnahmesituationen, bei denen Täter unter Wahnvorstellungen leiden und sich bedroht fühlen, was zu einer Art Notwehrreaktion oder zu Gewalttaten führt. Alternativ können massive Kränkungen oder Bedrohungen, auch ohne psychische Erkrankung, zu einem "Affektstau" führen, der sich in plötzlichen, extremen Reaktionen entlädt, bei denen die Täter schwerste Verletzungen bis hin zum Tod billigend in Kauf nehmen.