Kritik am Budget: Keine Pensionsreform, „Hammer und Sichel in den Augen“ 11.06.2026

Der vorliegende Budgetentwurf der Koalition sieht sich erheblicher Kritik ausgesetzt, insbesondere wegen des anhaltend rasanten Anstiegs der Pensionskosten. Die jährlichen Bundesbeiträge zur gesetzlichen Pensionsversicherung belaufen sich bis 2028 auf über 21 bzw. 22 Milliarden Euro, was den Ansatz für Bildung, Forschung, Kunst und Kultur gemeinsam übersteigt. Experten wie Wifo-Chef Gabriel Felbermayer und Fiskalrats-Präsident Christoph Badelt fordern dringende Strukturreformen im Pensionsbereich, da ausgabenseitige Reformen verschleppt würden und künftige Budgets stark belasten. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) verteidigt die Dämpfung der Pensionskosten durch Kürzungen bei den Anpassungen, um die durch geburtenstarke Jahrgänge bedingten Mehrausgaben bis etwa 2035 zu überbrücken, lehnt aber eine Anhebung des gesetzlichen Antrittsalters ab und setzt auf Umverteilung. Die Opposition kritisiert das Budget scharf: Die FPÖ wirft dem Finanzminister „Marxismus“ vor, während die Grünen das Fehlen von Vermögens- und Erbschaftssteuern sowie Maßnahmen zur Energieunabhängigkeit bemängeln.














