Bundeskanzler Friedrich Merz hat das Ziel formuliert, dass 80 Prozent der über 900.000 in Deutschland lebenden Syrer innerhalb der nächsten drei Jahre in ihre Heimat zurückkehren sollen, eine Perspektive, die er mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Verbindung bringt. Diese Äußerungen stoßen auf breite Kritik von Experten und Politikern aus CDU und SPD, die auf die erhebliche Bedeutung syrischer Ärzte und Pflegekräfte für die deutsche Gesundheitsversorgung hinweisen. Ende 2024 arbeiteten laut Deutscher Krankenhausgesellschaft 5.745 syrische Ärzte und über 2.000 syrische Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern, deren Weggang spürbare Auswirkungen hätte. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigt die gute Integration syrischer Geflüchteter in den Arbeitsmarkt, insbesondere in Mangelberufen, mit 320.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Kritiker bezeichnen Merz' Aussagen als problematisch, beschämend und nicht klug, da sie unrealistische Erwartungen wecken und die Integration sowie die fragile Sicherheitslage in Syrien ignorieren.