Landgericht Frankfurt am Main: Meta soll nach verzögerter Löschung eines diffamierenden Posts zahlen 08.06.2026

Das Landgericht Frankfurt am Main hat Meta zur Zahlung eines Ordnungsgeldes von 100.000 Euro verurteilt, da das Unternehmen diffamierende und nachweislich falsche Kriegsverbrechensvorwürfe gegen einen israelischen Soldaten auf Facebook erst mit einer Verzögerung von über zwei Wochen gelöscht hat. Diese Verzögerung von 15 bis 17 Tagen nach Zustellung der gerichtlichen Anordnung vom 24. März wurde als gravierend eingestuft, insbesondere da die Beiträge den Klarnamen und ein Bild des Soldaten enthielten. Das Gericht kritisierte Metas interne Organisation und interne Verzögerungen, einschließlich Sprachhürden, als nicht schulderklärend, sondern eher schulderhöhend, da sie auf strukturelle Organisationsmängel hinweisen, die eine unverzügliche Umsetzung gerichtlicher Anordnungen verhindern.















