Lebenserwartung in Europa driftet auseinander 11.03.2026

Eine neue Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des französischen Instituts für demografische Studien (INED) hat ergeben, dass die Lebenserwartung in Europa zunehmend auseinanderdriftet. Während zwischen 1992 und 2005 ein "goldenes Zeitalter" mit schnellen Zuwächsen und einer Verringerung regionaler Unterschiede zu verzeichnen war, verlangsamte sich der Fortschritt ab etwa 2005 deutlich. Die Studie, die Sterblichkeitsdaten aus 450 Regionen in 13 westeuropäischen Ländern von 1992 bis 2019 analysierte, zeigt, dass insbesondere Regionen mit ohnehin niedriger Lebenserwartung kaum noch Fortschritte erzielen, was teilweise auf stagnierende oder steigende Sterblichkeit bei 55- bis 74-Jährigen zurückzuführen ist. Deutsche Regionen schneiden im europäischen Vergleich mittelmäßig ab, und trotz einiger Fortschritte in Norditalien, der Schweiz und Teilen Spaniens warnen die Forscher vor wachsenden regionalen Ungleichheiten.














