Leipziger Buchmesse:So zerstört man eine Institution 10.03.2026

Die Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurde kurzfristig abgesagt, nachdem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer drei Buchhandlungen aufgrund von „verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen“ von der Auszeichnung ausgeschlossen hatte. Diese Entscheidung löste in der Branche erhebliche Empörung und Solidarisierungswellen aus, da das Vorgehen als Zensur und autoritär kritisiert wurde. Zahlreiche Buchhandlungen und Verlage stellten sich hinter die betroffenen Unternehmen und boten an, das entgangene Preisgeld zu ersetzen, wobei eine ausgezeichnete Buchhandlung ankündigte, den Preis unter diesen Umständen nicht anzunehmen. Die Absage erfolgte, um die Debatte um die Ausschlusskriterien nicht den eigentlichen Zweck der Preisverleihung – die Ehrung unabhängiger Buchhandlungen – überschatten zu lassen, während die betroffenen Läden rechtliche Schritte gegen den Verfassungsschutz und die Behörde Weimers ankündigten.














