Löhne und Wettbewerbsfähigkeit: Österreich schafft positive Trendwende 09.06.2026

In Österreich zeichnet sich eine positive Trendwende bei Lohnverhandlungen ab, die die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken könnte. Nach einer Phase hoher Inflation und stark gestiegener Lohnstückkosten, die die heimischen Unternehmen im internationalen Vergleich benachteiligten, einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften seit Herbst 2025 vermehrt auf Lohnabschlüsse unterhalb der Inflationsrate. Dies wird durch eine Studie der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) belegt, die zeigt, dass in der laufenden Lohnrunde 84 Prozent der Abschlüsse unter der Teuerung liegen, im Gegensatz zu früheren Runden, in denen 74 Prozent darüber lagen. Ein weiterer Faktor ist die schlechte Entwicklung der Arbeitsproduktivität seit dem zweiten Quartal 2025, die geringere Lohnsteigerungen zur Folge hat. Zunehmend werden auch mehrjährige Tarifverträge abgeschlossen, was Unternehmen mehr Planungssicherheit gibt und zur Eindämmung negativer volkswirtschaftlicher Effekte beiträgt.














