Die FDP verzeichnet seit dem Parteitag Ende Mai, auf dem Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde, einen Mitgliederzuwachs von 780 Eintritten bei 80 Austritten. Dieser Aufschwung, der bereits seit Ostern spürbar ist, motiviert die Partei, die zuletzt mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hatte und 2021 noch über 77.000 Mitglieder zählte, nun aber wieder bei etwa 69.000 liegt. Trotz des holprigen Neustarts und der Aufmerksamkeit durch die Kampfabstimmung um den Parteivorsitz, bei der Kubicki sich gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann durchsetzte, blickt die FDP optimistisch in die Zukunft. Kubicki hat sich das Ziel gesetzt, bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im September mehr als fünf Prozent der Stimmen zu erzielen, und betont die Notwendigkeit, innerhalb eines Jahres wieder ein bedeutender politischer Faktor zu werden, um nicht von Bedeutungslosigkeit bedroht zu sein. Er kündigte an, weiterhin konfrontativ vorzugehen, um Respekt und gegebenenfalls Furcht für die FDP zu erlangen.