Die Lupine besitzt großes Potenzial für die Schweizer Landwirtschaft als proteinreiche und klimataugliche Pflanze, die Stickstoff im Boden bindet und als Alternative zu Soja dienen könnte. Allerdings steht die Marktreife noch aus, da Landwirte wie Beat Hürlimann mit Pilzkrankheiten wie Anthraknose zu kämpfen haben, die erhebliche Ernteausfälle verursachen können. Zudem müssen strenge Vorgaben bezüglich der Bitterstoffe (Alkaloide) eingehalten werden. Miriam Kamp vom Verein GZPK arbeitet im Rahmen des Projekts LuZIA, das vom Bundesamt für Landwirtschaft gefördert wird, an der Züchtung resistenter und bitterstoffarmer Sorten. Von den derzeit 70 getesteten Lupinentypen sollen in etwa fünf Jahren marktreife Sorten entstehen, die die Abhängigkeit von Soja-Importen verringern und die Landwirtschaft resilienter gegenüber dem Klimawandel machen.