Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML) in Hamburg hat ein mobiles Sensornetzwerk namens „Kirmes“ entwickelt, um hybride Bedrohungen wie GPS-Spoofing und Drohnen-Spionage in Echtzeit an der Ostseeküste zu erkennen. Das System, das derzeit auf der Kieler Förde erprobt wird, bricht mit traditionellen Überwachungsmethoden, indem es auf mobile „Cells on Wheels“ setzt, die mit Sensoren ausgestattet sind und ein flexibles Netzwerk mit dem Forschungsschiff Vektor bilden. Kirmes sammelt und analysiert eine Vielzahl von Daten, darunter GPS, AIS, ADS-B und analoge Seefunkgespräche, um Anomalien wie deaktivierte AIS-Signale oder manipulierte Positionsdaten zu identifizieren. Ziel ist es, Einsatzkräfte automatisch zu alarmieren, bevor physischer Schaden an kritischer Infrastruktur wie Pipelines oder Windparks entsteht, und so die maritime Souveränität zu sichern.