Marterbauer verteidigt Doppelbudget gegen Kritik 14.06.2026

Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat in der ORF-„Pressestunde“ sein Doppelbudget gegen Kritik verteidigt und die Verteilungswirkung einzelner Maßnahmen als „grundsätzlich negativ“, aber insgesamt als „durchaus in Ordnung“ bezeichnet. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Budget das Haushaltsdefizit bis 2028 auf die erlaubten drei Prozent des BIP senken wird, was die Nationalbank bezweifelt. Marterbauer verteidigte die Einnahmen-orientierten Konsolidierungsmaßnahmen, da sie den Konsum weniger dämpfen und aus Verteilungsgründen vorteilhafter seien, und lehnte radikale Einschnitte im Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem ab. Die Erhöhung von Beiträgen zum Familienlastenausgleichsfonds und zur Arbeitslosenversicherung für Geringverdiener bezeichnete er als Vorschläge Dritter und nicht als seine bevorzugten Maßnahmen. Verhandlungen mit den Bundesländern über deren Beitrag zur Gegenfinanzierung laufen und eine Einigung wird erwartet. Kritiker wie die FPÖ, die Grünen und die Industriellenvereinigung bemängelten jedoch neue Belastungen, fehlenden Reformeifer und unzureichende Sparmaßnahmen.














