Matthias Sindelar: Wie lebte die Fußballlegende aus Wien? 13.02.2026

Matthias Sindelar, eine österreichische Fußballlegende, die für ihre spielerische Brillanz und Fantasie bekannt war, stand im Mittelpunkt des sogenannten Anschluss-Fußballspiels am 3. April 1938, kurz nach dem Einmarsch der Nazis in Österreich. Als Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft bestand Sindelar auf den rot-weiß-roten Landesfarben und erzielte das 1:0, was als Akt des Widerstands interpretiert wurde. Trotz dieser anfänglichen Haltung kaufte Sindelar noch 1938 ein arisiertes Café von einem jüdischen Besitzer, Leopold Drill, für einen Bruchteil seines Wertes, bevor Drill 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und 1943 ermordet wurde. Sindelar selbst starb am 23. Januar 1939 zusammen mit seiner jüdischen Freundin Camilla Castagnola an einer Rauchgasvergiftung, wobei die Umstände seines Todes bis heute ungeklärt sind und Gerüchten zufolge von einem Unglück über Suizid bis hin zu Mord reichen.














