Ein Team des Max-Planck-Instituts für Physik (MPP) erforscht die Möglichkeit, Dunkle Materie mithilfe von Saccharose (Haushaltszucker) nachzuweisen. Dunkle Materie, die schätzungsweise 85 Prozent des Universums ausmacht, ist unsichtbar und kann nur indirekt detektiert werden. Die Forscher des CRESST-Experiments (Cryogenic Rare Event Search with Superconducting Thermometers) setzen auf Zuckerkristalle als Detektormaterial, um Weakly Interacting Massive Particles (WIMP) zu identifizieren. Ein solcher Nachweis würde über die Messung eines minimalen Temperaturanstiegs und schwachen Lichts erfolgen, das durch den Rückstoß eines Atomkerns nach einer Kollision mit einem WIMP entsteht. Zucker eignet sich aufgrund seines hohen Wasserstoffanteils, des leichtesten Elements, besonders gut für diesen Zweck.