MCSC: Cyberdefense allein reicht nicht mehr 14.02.2026

Auf der Münchner Cyber Sicherheitskonferenz (MCSC) forderten europäische Militärs und Geheimdienste, darunter Vertreter der Bundeswehr und des BND, eine Neubewertung der Cyberabwehrstrategien. Angesichts hybrider Kriege reichten reine Verteidigungstaktiken nicht mehr aus; es sei notwendig, auch offensive Gegenattacken auf allen Ebenen durchführen zu können, um Angreifern keine Rückzugsgebiete zu lassen. General Michael Vetter betonte die Notwendigkeit, eskalieren zu können, während BND-Präsident Martin Jäger die klare Botschaft aussandte, dass weitere Angriffe Konsequenzen haben würden, auch durch asymmetrische Mittel wie Kryptowährungsdiebstahl. Es mangelt jedoch an entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen und schnelleren nationalen Attribuierungsprozessen, was die Informationsweitergabe und die Umsetzung von Gegenmaßnahmen behindert. Estlands Geheimdienstchef Kaupo Rosin plädierte für flexiblere europäische Koalitionen und die Entwicklung eigener europäischer Werkzeuge für Cyberoffensiven, da aktuelle Lösungen teuer und oft von nicht-europäischen Anbietern bezogen werden.














