Medienwissenschaftler erklärt TV-Phänomen: „Curling ist Eskapismus – und Olympia zieht uns hinein“ 13.02.2026

Medienwissenschaftler Christoph Bertling erklärt das plötzliche Interesse an Curling während der Olympischen Spiele als einen "Olympia-Effekt" mit starker Sogwirkung. Laut Bertling schauen die Menschen nicht primär die Sportart selbst, sondern werden durch den Rahmen der Spiele in den Bann gezogen, was zu keinen nachhaltigen Rezeptionsgewohnheiten führt. Er hebt hervor, dass der meditative Charakter des Sports gut in unruhige Zeiten passe und öffentlich-rechtliche Sender wie ARD und ZDF kleine Disziplinen durch die Übertragung bei Olympia erfolgreich ins Rampenlicht rücken. Die höchsten Reichweiten bei Olympia erzielen demnach die Eröffnungs- und Abschlussfeiern, was den übergeordneten Rahmen verdeutlicht.

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