Mehr als sechs Jahre in Haft: „Die Türkei ist ein Gefängnis für Journalisten“ 02.05.2026

Der türkische Journalist Nedim Türfent berichtet über seine sechs Jahre und sieben Monate andauernde Inhaftierung ab dem 13. Mai 2016, nachdem er Menschenrechtsverletzungen aufgedeckt hatte. Nach seiner Freilassung am 29. November 2022 setzte sich der Druck fort, woraufhin er über das „Journalist-in-Residence“-Programm des ECPMF nach Deutschland ins Exil ging. Derzeit sitzen über 30 Journalisten in der Türkei in Haft, die meisten davon Kurden. Türfent beschreibt die Türkei als ein „Gefängnis für Journalisten“, in dem über 90 Prozent der Medien unter staatlicher Kontrolle stehen. Nach seinen Exil-Aktivitäten erließ die türkische Staatsanwaltschaft einen neuen Haftbefehl gegen ihn. Der Artikel ist Teil des Projekts „Stimmen des Exils“ von Tagesspiegel und Körber-Stiftung zum Internationalen Tag der Pressefreiheit.













