Der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch hat mit seiner Stimmabgabe gegen eine Ausweitung der Sonntagsverkäufe auf zwölf pro Jahr die Standesinitiative seines eigenen Kantons vorerst gebremst. Dies geschah kurz nach seinem Austritt aus der SP, den er mit mangelndem Platz für den sozialliberalen Flügel begründete. Jositsch argumentierte, dass mehr Sonntagsverkäufe die Kosten erhöhten, ohne die Umsätze zu steigern, und insbesondere kleinere Geschäfte belasteten. Seine Argumentation erinnerte an klassenkämpferische Rhetorik, was Spekulationen über seine Motive nährte. Die Initiative, die eine Mehrheit der Kantone und den Bundesrat unterstützte, wurde nach Jositschs Votum mit 22 zu 21 Stimmen in den Nationalrat verwiesen, wo sie weiteren Hürden gegenübersteht.