Forscher der Universität Maryland haben einen neuartigen Sensor entwickelt, der Darmgase direkt an der Unterwäsche misst und damit die Häufigkeit menschlicher Blähungen neu bewertet. Die Studie, Teil des „Human Flatus Atlas“-Projekts, ergab im Durchschnitt 32 Blähungsereignisse pro Tag, was deutlich über den bisher angenommenen 14 liegt. Der Sensor detektiert Wasserstoffgas, das bei der Fermentation von Kohlenhydraten durch Darmbakterien entsteht, und liefert präzisere Daten als frühere Methoden wie Patiententagebücher oder Labortests. Die Forschung zielt darauf ab, ein besseres Verständnis von Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu entwickeln, bei denen übermäßige Gasproduktion ein Symptom ist.