Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Haltung gegenüber US-Präsident Donald Trump im Zuge des Iran-Krieges deutlich verschärft und kritisiert dessen "massive Eskalation" als verantwortungslos. Ursprünglich auf einem "Kuschelkurs" mit Trump, äußert Merz nun erhebliche Zweifel an dessen Strategie und der Möglichkeit einer friedlichen Lösung, was im Kontrast zu den Bemühungen seines Außenministers steht. Merz zeigt sich desillusioniert von Trump, insbesondere nach einem Gespräch, in dem Trump die NATO wiederholt ablehnte. Trotz der wachsenden Entfremdung betont Merz die Wichtigkeit des transatlantischen Bündnisses für Europas Sicherheit, äußert aber Unsicherheit über die Zukunft nach Trump. Bemerkenswert ist, dass Merz Israel und dessen Regierungschef Benjamin Netanjahu von ähnlicher Kritik ausnimmt, obwohl diese intern als treibende Kraft hinter der Eskalation gesehen werden.