Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Kritik am Vorgehen der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump verschärft, obwohl sie sich anfangs im Weißen Haus gut verstanden. Merz lehnt eine militärische Beteiligung Deutschlands an einem Krieg im Nahen Osten ab, da die USA und Israel Deutschland nicht konsultiert hätten und es keine gemeinsame Entscheidung über das "Ob" eines solchen Krieges gegeben habe. Er kritisiert Trumps mangelnde Strategie und unklare Ziele in der Region, insbesondere im Hinblick auf die Straße von Hormus, und warnt vor einer Eskalation. Merz betont, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis sei und keine Interventionen durchführe, und fordert Respekt im Bündnis, während Deutschland seine Präsenz an der Ost- und Nordflanke der NATO aufrechterhält. Zudem kritisiert Merz die Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl durch Washington, da dies Russland die Möglichkeit gebe, die NATO zu testen und die Ukraine zu schwächen.