Merz-Regierung will massiv bei Benachteiligten kürzen – Paritätische zeigt, wie es alternativ gehen kann 13.06.2026

Die Regierung von Kanzler Merz plant erhebliche Kürzungen im sozialen Sektor, insbesondere im Bereich der Teilhabeleistungen, was zu weitreichender Empörung beim Paritätischen Gesamtverband geführt hat. Dieser Verband hat eine Liste mit über 70 Kürzungsvorschlägen aus dem Kanzleramt öffentlich gemacht, die sich vorrangig gegen Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und Alleinerziehende richten und teilweise gegen UN-Konventionen verstoßen. Als Alternativen schlägt der Paritätische in einem Papier mit 37 Vorschlägen vor, wie der Sozialstaat effizienter und gerechter gestaltet werden kann, ohne benachteiligte Gruppen zu belasten. Kernpunkte sind die Entbürokratisierung von Verwaltungsstrukturen, die Zusammenlegung paralleler Förderstrukturen, die Vereinfachung von Förderanträgen und die Stärkung gemeinnütziger Träger. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, betont, dass Sparen an Prävention später ein Vielfaches kosten würde und die tatsächlichen Einsparpotenziale in ineffizienten Verwaltungsstrukturen liegen.















