Bundeskanzler Friedrich Merz schlägt in einem Brief an EU-Spitzen vor, der Ukraine einen neuen Sonderstatus als "assoziiertes Mitglied" der Europäischen Union anzubieten, um sie trotz des Krieges enger an die EU zu binden. Dieser Status würde eine sofortige engere Einbindung in die EU-Institutionen ermöglichen, jedoch zunächst ohne volle Mitglieds- und Stimmrechte. Merz begründet dies mit der besonderen Lage der Ukraine und dem Wunsch, die Friedensgespräche zu erleichtern, indem eine politische Zusage zur Anwendung der EU-Beistandsklausel gegeben wird. Volle Mitgliedschaft sei kurzfristig unrealistisch, aber der Sonderstatus würde über das bestehende Assoziierungsabkommen hinausgehen und den Beitrittsprozess beschleunigen. Dies würde auch die Ausrichtung der ukrainischen Außen- und Sicherheitspolitik an der EU beinhalten und eine substanzielle Sicherheitsgarantie durch die Beistandsklausel schaffen.