Merz will Ukraine näher an EU – und stößt auf alte Wunden 15.06.2026

Der deutsche CDU-Vorsitzende Friedrich Merz schlug im Mai 2026 eine „assoziierte Mitgliedschaft“ für die Ukraine vor, die bis Ende 2026 umgesetzt werden soll. Dieser Übergangsstatus würde ukrainischen Vertretern die Teilnahme an EU-Institutionen ohne Stimmrecht ermöglichen, während die Beitrittsverhandlungen, die im Juni 2026 begannen, laufen. Obwohl Merz’ Vorschlag Vorteile birgt, stieß er zunächst auf Skepsis in der Ukraine, die historische Erfahrungen mit unzuverlässigen Zusagen des Westens, wie dem Budapester Memorandum von 1994 und der NATO-Erklärung von Bukarest 2008, hat. Kritiker befürchten, dass der Vorschlag die Mitgliedschaft verzögern, als Ersatz dienen oder vom Beitrittsprozess ablenken könnte. Analysten sehen darin jedoch eine Anpassung an die politische Realität und ein potenzielles Instrument zur Beschleunigung der Integration, vorausgesetzt, er wird sorgfältig gestaltet und mit dem Beitrittsprozess verknüpft.














