Michel Friedman: „Wenn das Wort ‚Jude‘ fällt, ist das wie ein elektrischer Schlag“ 16.06.2026

Der Publizist und Anwalt Michel Friedman sieht sich erneut mit einer Absage konfrontiert, nachdem die Festspielleitung in Bayreuth eine für den 26. Juli geplante Veranstaltung mit dem Titel „Verstummte Stimmen“ aus „Sicherheitsbedenken“ abgesagt hat. Das geplante Gedenkkonzert und Friedmans Rede sollten jüdischen Musikern gedenken, die unter der Naziherrschaft ausgegrenzt und ermordet wurden, und dienten als Zeichen der Aufarbeitung. Die Absage erfolgt an einem Ort mit einer belasteten Geschichte, da die Bayreuther Festspiele seit 1876 eng mit Richard Wagner, der NS-Ideologie und Adolf Hitler verknüpft waren. Besonders prägend war hierbei Winifred Wagner, die bereits 1975 ihre ungebrochene Bewunderung für Hitler bekundete. Friedman, der bereits im September im Literaturhaus Uwe Johnson in Klütz aus Sicherheitsgründen nicht erwünscht war, reagiert sichtlich betroffen auf die aktuelle Entwicklung in Bayreuth.














