„Minutenlang verharrten Präsident und Kanzler barhäuptig Hand in Hand“ 02.06.2026

Am 22. September 1984 nahmen Bundeskanzler Helmut Kohl und Frankreichs Präsident François Mitterrand in Verdun an einer Gedenkfeier teil, die als symbolträchtige Geste der deutsch-französischen Aussöhnung in die Geschichte einging. Nach der Niederlegung von Kränzen auf deutschen und französischen Soldatenfriedhöfen sowie am Beinhaus von Douaumont, wo die Gebeine von 130.000 unbekannten Soldaten ruhen, ergriffen Kohl und Mitterrand spontan Hand in Hand. Diese Geste, die minutenlang andauerte, wurde international als starkes Symbol der Versöhnung gewertet, obgleich die genauen Umstände ihrer Entstehung im Auswärtigen Amt kontrovers diskutiert wurden, wie eine gestrichene Passage in einem offiziellen Bericht zeigt. Ursprünglich hatte Mitterrand Kohl nicht zur 40. Wiederkehr der Invasion in der Normandie eingeladen, was Kohl zu einem eigenen Vorschlag veranlasste, gemeinsame Friedhöfe zu besuchen.















