Im Tschad wurden in einem Flüchtlingslager schwere Missbrauchsfälle durch Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen bekannt. Eine US-Journalistin der AP hörte von Frauen, die vor dem Krieg im Sudan geflohen waren und berichteten, dass sie nur gegen Sex Hilfsgüter, Jobs oder Geld erhielten. Ärzte ohne Grenzen startete eine interne Untersuchung und identifizierte insgesamt 59 Vorwürfe von Fehlverhalten, darunter sexuelle Belästigung, Ausbeutung und Missbrauch. 18 Angestellte wurden entlassen, doch der Untersuchungsbericht bleibt unter Verschluss. Auch Minderjährige waren betroffen.