Mitten in Spar-DebatteKrankenkassen melden größere Finanzlücke als erwartet 09.06.2026

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet für 2026 ein deutlich höheres Defizit der Krankenkassen als ursprünglich prognostiziert, nämlich eine Lücke von 18,8 Milliarden Euro statt der erwarteten 15,3 Milliarden Euro. Dieser Anstieg von 3,5 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026 übertrifft die bisherigen Annahmen für die Ausgabenentwicklung. Ein vom Kabinett beschlossenes Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zielt darauf ab, die Kassen um 16,3 Milliarden Euro zu entlasten und die Zusatzbeiträge zu stabilisieren. Angesichts der gestiegenen Lücke entstünde jedoch eine neue Finanzierungslücke von 2,5 Milliarden Euro. Die Pläne beinhalten Ausgabenbremsen für Praxen, Kliniken und die Pharmaindustrie sowie höhere Zuzahlungen und Einschränkungen bei der Mitversicherung, was auf heftige Proteste stößt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mahnte, den Sparpuffer nicht weiter zu verringern.














