Münchens IT-WendeOpen Source ist für die neue Koalition der NormalfallNach Jahren des Richtungsstreits setzt Münchens „Mango-Koalition“ auf digitale Souveränität und stärkt das 12.05.2026

Nach Jahren des Richtungsstreits in der IT-Politik hat München mit der „Mango-Koalition“ (Grüne/Rosa Liste, SPD, FDP/Freie Wähler) für die Jahre 2026 bis 2032 eine neue Strategie beschlossen, bei der Open Source zum Standard bei der Software-Beschaffung wird. Ziel ist die Stärkung der digitalen Souveränität und die Umsetzung des Prinzips „Public Money, Public Code“, sodass mit Steuermitteln finanzierte Software der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird. Das neu gegründete Open Source Program Office (OSPO) soll aufgewertet werden, um Projekte zu steuern und die Veröffentlichung städtischer Eigenentwicklungen zu erleichtern. Die FDP/Freie-Wähler-Fraktion übernimmt die Führung des IT-Ressorts, das künftig als „Digitalreferat“ fungieren soll, um Abhängigkeiten von großen Softwarekonzernen zu reduzieren. Angesichts eines jährlichen Sparziels von einer halben Milliarde Euro wird Open Source nicht nur als philosophische Entscheidung, sondern auch als ökonomische Notwendigkeit betrachtet, um Lizenzgebühren und Vendor-Lock-ins zu vermeiden und die Digitalisierung zur Bewältigung des Personalrückgangs zu nutzen, wobei auf Privacy by Design und Datensparsamkeit geachtet wird.














