Moskau:Russland verbietet Menschenrechtsgruppe Memorial 09.04.2026

Das Oberste Gericht Russlands hat auf Antrag des Justizministeriums die Menschenrechtsorganisation Memorial als extremistisch eingestuft und ihre Tätigkeit im Land verboten. Dieser Beschluss, der sofort umzusetzen ist, wurde hinter verschlossenen Türen gefasst und macht die Unterstützung für Memorial in Russland strafbar. Die Exilorganisation Zukunft Memorial in Berlin kritisiert diesen Schritt als Versuch, das gesamte Memorial-Netzwerk zu delegitimieren und zu kriminalisieren, und betont, dass die Erinnerung an die Sowjetdiktatur nicht verboten werden könne. Parallel dazu durchsuchten maskierte Sicherheitskräfte die Redaktion des regierungskritischen Mediums Nowaja Gaseta in Moskau, angeblich wegen eines Strafverfahrens zur Abschöpfung von Personendaten. Memorial, Mitbegründer Andrej Sacharow und Träger des Friedensnobelpreises 2022, dokumentierte Verbrechen der Stalin-Zeit und prangerte Menschenrechtsverletzungen an.

















