Multitasking hat Grenzen – auch mit viel Übung 12.03.2026

Eine neue Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Fernuniversität in Hagen und der Medical School Hamburg, veröffentlicht im Fachjournal "Quarterly Journal of Experimental Psychology", stellt die Annahme infrage, dass Multitasking mit genügend Übung möglich ist. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das menschliche Gehirn auch nach intensivem Training zwei Aufgaben nicht wirklich gleichzeitig verarbeitet, sondern diese weiterhin nacheinander abarbeitet. Die Versuchspersonen bearbeiteten zwei Aufgaben parallel, wobei ihre Reaktionszeiten und Fehlerquoten gemessen wurden. Obwohl die Übung zu schnelleren Reaktionen und weniger Fehlern führte, was als "Virtually Perfect Time Sharing" bekannt ist und auf echte Parallelverarbeitung hindeutete, zeigen die neuen Erkenntnisse, dass das Gehirn lediglich die Reihenfolge der Verarbeitungsschritte optimiert, um gegenseitige Behinderungen zu minimieren. Selbst kleinste Änderungen an den Aufgaben führten zu einer höheren Fehlerquote und längeren Bearbeitungszeiten, was die Grenzen dieser Optimierung aufzeigt. Die Studie, an der 25 Personen teilnahmen, hat Relevanz für den Alltag, da Multitasking, wie beim Autofahren, ein Risiko darstellen kann.














