Nach 60 Jahren: Landwirt soll auf einmal für Straße bezahlen 22.05.2026

Der Gemüsebauer Dietmar Weßling aus Neuenkirchen im Kreis Steinfurt steht vor einer unerwarteten finanziellen Belastung von bis zu 180.000 Euro, da die Gemeinde die Kosten für den Ausbau des Kaiserswegs, der laut Anwohnern seit 60 Jahren fertiggestellt ist, auf die Grundstückseigentümer umlegen will. Die Gemeinde argumentiert, der Weg habe lediglich den Standard eines Wirtschaftsweges und es fehlten Bürgersteige, ausreichende Beleuchtung und ein geeigneter Unterbau für die Entwässerung. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das bundesweit geltende Erschließungsbeitragsrecht. Weßling, dessen Grundstück an zwei betroffene Straßen grenzt, wehrt sich gegen die Forderung und hat mit Nachbarn alte Belege gefunden, die darauf hindeuten, dass bereits seine Großeltern für die Straße gezahlt haben. Ähnliche Fälle drohen auch in Greven, während andere Anwohner wie Robert Mersch in Neuenkirchen die Kosten akzeptierten.














