Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat sich offen für die Einführung einer Zuckersteuer gezeigt, nachdem ein entsprechender Vorstoß auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart gescheitert war. Warken betonte, dass sie generell für Vorschläge offen sei, die eine gesündere Ernährung fördern und die Zusammensetzung von Lebensmitteln verbessern. Sie kündigte an, dass geprüft werden müsse, ob eine Zuckersteuer ein geeignetes Steuerungsinstrument sei, und räumte ein, dass es innerhalb der CDU unterschiedliche Haltungen dazu gebe. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, dessen Antrag auf dem Parteitag abgelehnt wurde, bedauerte die "Abwehrdebatte" und sieht in der Steuer eine Chance zur Minimierung von Gesundheitskosten und zur Förderung der Volksgesundheit, nicht nur ein marktwirtschaftliches Instrument. Eine Studie von Greenpeace beziffert die jährlichen Gesundheitskosten durch Zuckerkonsum auf fast zwölf Milliarden Euro.