Nach dem Sturz Maduros In Venezuela keimt vorsichtiger Optimismus 08.01.2026

Venezuelas Interimspräsidentin Delcy Rodríguez kündigte am vergangenen Freitag im Obersten Gerichtshof die Vorantreibung eines Amnestiegesetzes für politische Gefangene an, das den Zeitraum von 1999 bis heute abdecken soll, um "die Wunden zu heilen". Dieses Gesetz, das in Absprache mit Präsident Nicolás Maduro und der First Lady getroffen wurde, wird als Eingeständnis von Unrecht und Gewalt während der Regierungen von Hugo Chávez und Maduro interpretiert. Zuvor waren laut "Foro Penal" 863 Oppositionelle willkürlich inhaftiert. Nach der Festnahme Maduros durch US-Spezialeinheiten am 3. Januar wurden schrittweise Häftlinge freigelassen, darunter der Journalist Nicmer Evans, der jedoch weiterhin Auflagen unterliegt. Eine Kommission, bestehend aus Chavismus-Führern und Zivilgesellschaftsvertretern, ist mit der Ausarbeitung des Gesetzes beauftragt, dessen Einhaltung von der Opposition und der internationalen Gemeinschaft kritisch beobachtet werden soll. Gleichzeitig kündigte Rodríguez die Umwandlung des Gefängnisses Helicoide in ein Kulturzentrum und die Öffnung des Ölsektors für internationale Investoren an, was zu vorsichtigem Optimismus bezüglich der Wirtschaft und der Lockerung von US-Sanktionen führt.














