Die Betreiberinnen des Berliner Buchladens „Zur schwankenden Weltkugel“ haben nach ihrer Klage gegen den Ausschluss vom Deutschen Buchhandlungspreis nun auch rechtliche Schritte gegen Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eingeleitet. Grund dafür sind Äußerungen Weimers in einem Interview mit der „Zeit“ vom Donnerstag, in dem er die Vergabe von Steuergeldern an „politische Extremisten“ ablehnte. Die Buchhändlerinnen sehen sich durch diese Bezeichnung zu Unrecht stigmatisiert und fordern von Weimer eine Unterlassungserklärung. Ihre Anwälte betonen, dass staatliche Bewertungen auf einer ausreichenden Tatsachengrundlage beruhen müssten und Weimer gegebenenfalls vor Gericht darlegen müsse, welche konkreten Gründe gegen die Buchläden vorliegen.