Nach Massenentlassungen tritt Herausgeber der Washington Post zurück 08.02.2026

Will Lewis, Herausgeber und Geschäftsführer der Washington Post, tritt mit sofortiger Wirkung zurück, nur wenige Tage nach Bekanntwerden von Massenentlassungen, die etwa ein Drittel der Belegschaft, darunter rund 300 Journalisten, betreffen. Lewis, der im Januar 2024 die Leitung übernahm, begründete die schwierigen Entscheidungen mit der Sicherung einer nachhaltigen Zukunft der Zeitung, die unter wirtschaftlichen Einbußen leidet. Seine kommissarische Nachfolge tritt Finanzchef Jeff D’Onofrio an. Die Entlassungen, die unter anderem die Sport-, Literatur- und Auslandsredaktion betreffen, stießen auf breite Kritik, wobei die Mitarbeitergewerkschaft den Rücktritt als "längst überfällig" bezeichnete und Eigentümer Jeff Bezos aufforderte, die Entlassungen rückgängig zu machen oder die Zeitung zu verkaufen. Bezos, der die Zeitung seit 2013 besitzt, hält laut Chefredakteur Matt Murray an seinem Eigentum fest und sieht in dem Führungswechsel eine "außergewöhnliche Chance".














