Nach Silvester-Tragödie in Crans-Montana: Ermittlungen führen zu Hersteller in Deutschland 13.03.2026

Mehr als zwei Monate nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana, bei der am 1. Januar 41 Menschen ums Leben kamen und 115 verletzt wurden, haben die Ermittlungen eine neue Richtung eingeschlagen und führen zu einem Hersteller in Deutschland. Im Fokus steht das Restaurant „Le Constellation“, dessen Betreiber zunächst angab, den Akustikschaumstoff für die Decke 2015 in einem Baumarkt gekauft zu haben. Ein Händler widersprach dieser Aussage, woraufhin der Betreiber eine Rechnung über 1360 Schaumstoffplatten von einer ostdeutschen Firma vorlegte. Die Walliser Staatsanwaltschaft hat daraufhin ein dringendes Rechtshilfeersuchen an deutsche Behörden gestellt, um Informationen über den Verkäufer und das Produkt zu erhalten. Archivierte Webseiten des Unternehmens zeigen, dass das Produkt damals als „nicht entflammbar“ beworben wurde. Parallel dazu wurden Strafverfahren gegen fünf weitere Personen eingeleitet, darunter der Gemeindepräsident Nicolas Féraud und weitere Verwaltungsmitglieder, die sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Brandstiftung verantworten müssen.














