Änderungen am Entwicklungsmodell des georgischen Hafens von Anaklia führen zu größerer staatlicher Rolle und neuen Fragen 07.07.2026

Die georgische Regierung hat eine strategische Neuausrichtung bei der Entwicklung des Tiefseehafens Anaklia angekündigt und setzt nun auf ein „Landlord-Modell“, nachdem eine Investitionsvereinbarung mit einem chinesisch-singapurischen Konsortium gescheitert war. Unter diesem neuen Rahmen behält der Staat das volle Eigentum an der zentralen maritimen und Transportinfrastruktur, einschließlich der Kaimauern und Schienenverbindungen, während private internationale Unternehmen spezifische Terminals pachten und betreiben werden. Diese Entscheidung folgt auf die Abkehr von einem Plan aus dem Jahr 2024, der einem Konsortium unter Beteiligung der China Communications Construction Company eine 49-prozentige Beteiligung eingeräumt hätte. Während die Regierung versucht, vielfältige Investitionen von Partnern entlang des Mittleren Korridors zu gewinnen, erfordert dieser Schritt, dass der Staat zusätzliche 200 Millionen US-Dollar für den Infrastrukturbau sichert. Kritiker argumentieren, dass dieses Modell finanzielle Risiken auf den öffentlichen Sektor überträgt, während die Regierung betont, dass es Georgiens Rolle als lebenswichtige Transitverbindung zwischen Asien und Europa stärken wird.














