Neue Forschung deutet darauf hin, dass ein gängiges Fitnessstudio-Supplement bei der Bekämpfung von Depressionen helfen könnte 07.07.2026

Eine in Brain Medicine veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit legt nahe, dass Kreatin-Monohydrat, ein gängiges Supplement zum Muskelaufbau, eine nützliche Zusatzbehandlung bei schwerer depressiver Störung sein könnte. Forscher der University of Ottawa analysierten fünf randomisierte kontrollierte Studien, um die Auswirkungen von Kreatin auf die psychische Gesundheit zu bewerten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kreatin die Symptome verbessern kann, wenn es in Kombination mit Antidepressiva wie Escitalopram oder kognitiver Verhaltenstherapie eingesetzt wird. Die Ergebnisse waren jedoch uneinheitlich, da Studien mit Teenie-Mädchen und bipolare Depressionen keine signifikanten Vorteile zeigten. Der Erstautor Bassam Jeryous Fares betonte, dass das Signal zwar interessant sei, jedoch weitere groß angelegte, gut kontrollierte Studien erforderlich sind, bevor klinische Praktiken geändert werden. Experten merken an, dass Kreatin zwar den Energiestoffwechsel im Gehirn unterstützt und im Allgemeinen sicher ist, es jedoch eher als potenzielle Ergänzung zu bestehenden Therapien und nicht als eigenständiger Ersatz für Medikamente oder Psychotherapie betrachtet werden sollte.















